Ladeinfrastruktur von A bis Z.

Zuerst die Begriffe der POWR Plattform, danach die wichtigsten Begriffe rund um Ladeinfrastruktur, Roaming und Abrechnung, kurz und ohne Fachchinesisch erklärt.

Stand: 14. Juli 2026

So funktioniert POWR

Diese Begriffe begegnen Ihnen in der POWR Plattform. So hängen sie zusammen: In Ihrem POWR Konto bündelt eine Location Ihre Charging Stations, deren Ladepunkte Sie über Slots nutzen. Mitglieder laden per Auth-Methode zu den Konditionen ihrer Preisgruppe, jedes Laden erzeugt einen Ladevorgang, und das Lastmanagement verteilt dabei die verfügbare Leistung.

POWR Konto (Account)
Das POWR Konto ist Ihr Zugang zur Plattform und die Klammer um alles Weitere: Hier verwalten Sie Locations, Stationen, Slots, Mitglieder und Auth-Methoden, und hier werden Ihre Ladevorgänge abgerechnet. Der Konto-Inhaber (Account Owner) trägt die Kosten des Kontos, zum Beispiel auch die Ladungen einer Gemeinschaftskarte.
Location (Standort)
Eine Location ist ein Standort mit Adresse, an dem Ihre Ladeinfrastruktur steht, etwa Ihr Zuhause oder Ihr Firmenstandort. Eine Location bündelt eine oder mehrere Charging Stations und ist die Ebene, auf der Sie in POWR Ihre Standorte organisieren und auswerten.
Charging Station (Ladestation)
Eine Charging Station ist das physische Gerät an einer Location: Ihre Wallbox oder Ladesäule. Jede Station hat einen oder mehrere Ladepunkte, an denen je ein Fahrzeug laden kann. POWR koppelt Stationen herstelleroffen über OCPP.
Slot
Ein Slot ist eine nutzbare Berechtigung: gebuchte Kapazität, kein Gerät und kein eigenständiges Angebot. Ein Slot gilt für einen Ladepunkt (AC oder DC) oder für Home Charging, damit heimische Ladevorgänge automatisch in den Erstattungsprozess laufen. Abgerechnet wird pro Slot und Monat. Ein Slot steht bereit und kann genutzt werden, muss aber nicht.
Auth-Methode
Eine Auth-Methode ist der Schlüssel, mit dem ein Ladevorgang gestartet und gestoppt wird: die POWR Karte, eine vorhandene RFID-Karte (Bring your own Card) oder ein QR-Code. In der Regel ist eine Auth-Methode einer Person zugeordnet, so landet jede Ladung im richtigen Profil. Daneben gibt es Gemeinschaftskarten, etwa für ein Poolfahrzeug, deren Ladungen der Account-Inhaber trägt.
Mitglied (Member)
Ein Mitglied ist eine Person, die Sie per E-Mail in Ihr POWR Konto einladen: mit eigenem Profil, eigener Auth-Methode und eigener Auswertung. Je Mitglied vergeben Sie eine Rolle, Admin oder Member, und eine individuelle Preisgruppe. Ohne Zuordnung gilt die Standard-Preisgruppe.
Preisgruppe (Tarif)
Eine Preisgruppe legt fest, zu welchen Konditionen an Ihren Ladepunkten geladen wird: ein Preis je Kilowattstunde, bei Bedarf ergänzt um Zeitfenster, Limits oder weitere Gebühren. Sie können mehrere Preisgruppen anlegen, etwa für Gäste, Mitglieder oder Mitarbeiter, und Auth-Methoden zuordnen. Ohne individuelle Zuordnung gilt die Standard-Preisgruppe.
Ladevorgang (Session)
Ein Ladevorgang ist ein abgeschlossenes Laden an einem Ladepunkt, von Start bis Stopp, mit Startzeit, Dauer, geladenen Kilowattstunden und Kosten. Neben der Energiegebühr können je nach Ladepunkt weitere Gebühren anfallen, etwa Park-, Blockier- oder Authentifizierungsgebühren. Sie sind individuell je Ladepunkt und beim Ladestart einsehbar. Ladevorgänge sind die Grundlage jeder Abrechnung in POWR.
Lastmanagement in POWR
Das POWR Lastmanagement verteilt die verfügbare Anschlussleistung einer Location dynamisch auf alle aktiven Ladevorgänge, statt einzelne Ladepunkte abzuschalten. Gesetzte Grenzwerte werden eingehalten. So bleibt der Netzanschluss geschützt, und teure Lastspitzen werden vermieden.

E-Mobility von A bis Z

Die branchenweiten Begriffe rund um Ladeinfrastruktur, Roaming und Abrechnung, herstellerneutral erklärt.

CPMS (Charge Point Management System)
Ein CPMS ist die Software, mit der Betreiber ihre Ladepunkte zentral überwachen, steuern, freischalten und abrechnen. Das POWR CPMS bindet Ladehardware herstelleroffen über OCPP an und bündelt Betrieb, Lastmanagement, Roaming-Anbindung und Abrechnung in einem Backend.
eMSP (e-Mobility Service Provider)
Ein eMSP gibt Ladekarten aus und ermöglicht Fahrerinnen und Fahrern das Laden über fremde Ladenetze per Roaming. Als eMSP bündelt POWR mit der POWR Karte den Zugang zum angebundenen Partner-Netz und rechnet Ladevorgänge im POWR Konto ab.
CPO (Charge Point Operator)
Der CPO ist der Betreiber der Ladeinfrastruktur: Er errichtet und betreibt Ladepunkte, hält sie am Laufen und legt die Tarife fest. Viele Unternehmen sind zugleich CPO für die eigenen Standorte und Kunde eines eMSP fürs Laden unterwegs.
OCPP (Open Charge Point Protocol)
OCPP ist das offene Standardprotokoll zwischen Ladestation und Backend. Es macht Betreiber unabhängig vom Hardwarehersteller: OCPP-fähige Stationen verschiedener Marken lassen sich im selben System betreiben, überwachen und abrechnen.
OCPI (Open Charge Point Interface)
OCPI ist das offene Protokoll zwischen den Backends verschiedener Anbieter, etwa zwischen CPO und eMSP. Es transportiert Standortdaten, Tarife und Ladevorgänge und ist damit die technische Grundlage für Roaming zwischen Ladenetzen.
Roaming
Roaming bedeutet, mit einer Ladekarte oder App auch an Ladepunkten fremder Betreiber zu laden. Die Abrechnung läuft über den eigenen Anbieter. Mit der POWR Karte laden Sie im angebundenen Partner-Netz und sehen den Preis je Standort vorab.
HPC (High Power Charging)
HPC bezeichnet das Schnellladen mit hoher Gleichstrom-Leistung ab etwa 150 kW, typisch entlang von Fernstrecken und in Ladeparks; aktuelle Säulen erreichen 300 bis 400 kW. Für Lkw entsteht mit dem Megawatt Charging System (MCS) die nächste Leistungsstufe im Megawattbereich. HPC stellt höhere Anforderungen an Netzanschluss und Lastmanagement.
Ladepunkt und Ladestation
Eine Ladestation ist die physische Säule oder Wallbox; ein Ladepunkt ist der einzelne Anschluss daran, an dem genau ein Fahrzeug lädt. Eine Station kann mehrere Ladepunkte haben. Abrechnung und Freischaltung beziehen sich immer auf den Ladepunkt.
Lastmanagement
Lastmanagement verteilt die verfügbare elektrische Leistung auf die aktiven Ladevorgänge, damit der Netzanschluss nicht überlastet wird. Dynamisches Lastmanagement passt die Verteilung laufend an und macht mehr Ladepunkte am selben Anschluss möglich.